Konzept der freiwilligen
Ganztagsschule Rastpfuhl (Sj 18 - 19)

In unserer Einrichtung "Freiwillige Ganztagsschule" führen wir Bildung, Erziehung und verlässliche Betreuung zu einem attraktiven Angebot zusammen. Träger ist das Sozialpädagogische Netzwerk der Arbeiterwohlfahrt. Entsprechend dem Leitbild der Arbeiterwohlfahrt ist uns eine wertschätzende Grundhaltung im Umgang mit den uns anvertrauten Kindern, ihren Eltern und unseren Kooperationspartnern wichtig. Die ganzheitliche Förderung der Kinder ist ein wesentlicher Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Ziel ist es Beteiligungsfelder für Kinder zu schaffen. Die Kinder haben die Möglichkeit in Kinderkonferenzen Wünsche zu äußern, ihre Meinung zu sagen und lernen diese zu vertreten. Sie erfahren somit, dass sie ernst genommen werden. Unsere Freizeitangebote wählen wir nach den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder so aus, dass jedes Kind die Möglichkeit hat sich entsprechend seiner Interessen und Fähigkeiten zu entfalten. Die Gruppenräume sind so gestaltet und die Spielmaterialien so ausgewählt, dass die Kinder zu selbständigem Spielen angeregt werden.

Von ca. 200 Schülern (sehr schwankend) besuchen über 100 Kinder nach dem Unterricht die Nachmittagsbetreuung unserer Schule. In 4 Gruppen betreuen wir Kinder, die bis 17 Uhr angemeldet sind und in 1 Gruppe Kinder, die bis 15 Uhr angemeldet sind. An Schultagen hat unsere FGTS montags bis freitags von 12.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet, während der Ferienbetreuungszeiten von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Pro Schuljahr werden 26 Schließtage festgelegt.

Die Kosten für das Kurzzeitmodell betragen 30€ / Monat und für das Langzeitmodell 60€ / Monat. Ein Mittagessen kostet zurzeit 3,65 €.

Die tägliche Betreuung an unserer Schule setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Bereiche im täglichen Ablauf sind:

- Mahlzeitengestaltung
- Hausaufgabenbetreuung
- Freizeitgestaltung.

Mahlzeitengestaltung

Lehrer und Schulleitung begleiten auf freiwilliger Basis das Mittagessen und übernehmen mit den Mitarbeitern des SPN erzieherische Verantwortung, wie z.B. die Vermittlung von Ess- und Tischkultur. Die Gemeinschaft am Mittagstisch fördert das soziale Verhalten und vermittelt den Kindern das Gefühl der Gemeinschaft. Selbständigkeit und Verantwortungsgefühl der Kinder werden durch gemeinsames Ein-, Abdecken und Säubern der Tische gefördert. In Absprache mit der Schulleitung sind die täglichen Essenszeiten in zwei Gruppen festgelegt. Unser Mittagessen2 beziehen wir von einem DGE-zertifizierten Caterer für Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Ergänzend wurden Küchen- und Essensregeln mit den Kindern erarbeitet und eingeübt.

In der Küche ist bereits eine Betreuungsperson bevor die Kinder in die Küche kommen. Diese empfängt die Kinder und achtet darauf, dass die Kinder sich leise verhalten.
Die Kinder waschen in ihre Hände in ihrer Gruppe und gehen dann langsam und leise in die Küche.
Die Kinder setzen sich an die Tische.
Wenn alle Kinder (aus der Klassenstufe 1 und 2, später dann 3 und 4) sitzen macht die Betreuungsperson vor Ort das Ruhezeichen „stiller Fuchs“.
Wenn die Kinder alle leise sind sagen entweder Frau Ehrlich oder Frau David (diejenige, die die Essensausgabe übernimmt) was es zu essen gibt. Die Kinder werden tischweise zum Essenholen gerufen, stellen sich bei der Essensausgabe an und sagen was sie essen möchten. Die Kinder, die dies nicht tun werden vom Ausgabepersonal gefragt.
Die Kinder setzen sich an ihren Platz. Wenn alle Kinder des Tisches an ihrem Platz sitzen geben sie sich die Hände und wünschen sich „einen guten Appetit“. Während sie Essen sprechen die Kinder nicht, v.a. nicht mit vollem Mund! Sind die Kinder mit der Hauptspeise am Tisch alle fertig holen sie sich Nachtisch.
Immer wenn ein Tisch komplett fertig ist mit Essen dürfen sich diese Kinder leise unterhalten und eine Betreuungsperson teilt 2 Kinder zum Säubern der Tische, 2 Kinder zum Nachfüllen der Getränke und Gläser und 2 Kinder zum Stühle anstellen ein.
Eine Betreuungsperson sagt den Kindern tischweise in welche Gruppe/n sie gehen sollen bzw. welche Gruppen geöffnet sind.
Die Kinder verlassen die Küche langsam und leise und werden von einer Betreuungsperson begleitet, die die nächsten Kinder mit holt. Erst wenn alle 1. und 2. Klässler fertig sind gehen die Kinder aus den Klassen 3 und 4 zum Essen.

Hausaufgabenbetreuung

Ausgangspunkt und daraus resultierende Maßnahmen unserer Überlegungen für eine veränderte Hausaufgaben- und Lernzeit waren folgende:

Aus der folgenden Übersicht ist der geplante Einsatz der FGTS Stunden zu ersehen.

Um die Lernlust der Kinder zu fördern, werden freitags freizeitpädagogische Aktivitäten anbieten. Es sollen innerhalb von internen Projekten die Sozialkompetenzen und Fähigkeiten sowie Alltagsfertigkeiten aller Kinder gefördert3 und ausgebildet werden. Der Schulalltag soll entschleunigt werden und sich grade in diesen Zeiten an den Grundbedürfnissen – und Defiziten der Kinder orientieren. Hierbei sollen auch der Snoezelraum, Antiaggressionsraum und PC- Raum intensiv genutzt werden.
Zudem können an diesen Tagen ebenfalls Arbeitsgemeinschaften von Seiten der Schule für alle Kinder angeboten werden. Förder- und Forderbänder werden zusätzlich dienstags in der 6.Stunde mit allen 3. und 4.Klässlern durchgeführt.

Tag
Thema
Zeiten
Klassen
Besetzung
Montag
Hausaufgaben
14:00 - 15:00
1 - 4
5 päd.Mitarbeiter der FGTS Bufdi +Fsjtler
Dienstag
Hausaufgabenzeit
14:00 - 15:00
1 - 4
5 LWS + 2 päd.Mitarbeiter der FGTS + Bufdi +Fsjtler
Mittwoch
Hausaufgabenzeit
14:00 - 15:00
1 - 4
5 LWS + 2 päd.Mitarbeiter der FGTS + Bufdi +Fsjtler
Donnerstag
Hausaufgabenzeit
14:00 - 15:00
1 - 4
5 LWS + 2 päd.Mitarbeiter der FGTS + Bufdi +Fsjtler

 

Freizeitgestaltung

Dabei stehen das freie Spiel und geplante Aktivitäten wie AG`s gleichwertig nebeneinander. Wir wählen verschiedene methodische Ansätze wie z.B. das sozialpädagogische Arbeiten in Gruppen. Durch den Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen wird das Freizeitangebot mit Aktivitäten wie Kunst- und Kreativkursen und einer Skater AG ergänzt. Ziel ist es die sozialen Kompetenzen der Kinder zu stärken, gewaltfrei miteinander kommunizieren zu können, Verantwortung für die eigene – und andere Personen zu übernehmen, Regeln und Normen zu akzeptieren und Selbstbewusstsein aufzubauen.

Kooperationen

Wir legen Wert auf eine offene, verlässliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Leitung der FGTS und Vereinen werden verschiedene Projekte ausgesucht und angeboten, wie z.B. Judo, Kunst und Zumba.

Kooperation und Vernetzung sind wichtige Rahmenbedingungen für unser soziales und professionelles Engagement. Regelmäßig findet ein Austausch zwischen Schulleitung und den Mitarbeitern der FGTS statt. Anstehende Probleme werden besprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Die Mitarbeiter nehmen teil an Klassenkonferenzen, sofern Kinder der Nachmittagsbetreuung betroffen sind, an Dienstbesprechungen, an Elternabenden, pädagogischen Tagen und am Gemeinschaftstag des Kollegiums. Das Kollegium und die Mitarbeiter initiieren gemeinsam z.B. Schulfeste.

Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer pädagogischen Arbeit und der Kooperation ist die Verzahnung des Unterrichtsvormittags und des Nachmittagsbereuungsangebotes nicht nur durch eine gemeingültige Schulordnung und Verhaltensregeln für die Schülerinnen und Schüler. Geplant ist nach entsprechender Schulung der Mitarbeiter der FGTS auch die gemeinsame Nutzung des Time-Out-Raumes und des Snoezelen – Raumes. Im Time- Out- Raum erhalten die Kinder die Möglichkeit unter Einhaltung klar festgelegter Regeln überschüssige Energie und Frust abzubauen. Im Snoezelen – Raum dagegen können die Kinder durch entsprechende Angebote entspannen und zur Ruhe kommen. Zurzeit bilden die Förderlehrerin der Schule und die Leiterin der FGTS in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin 10 Kinder zu Grundschulmediatoren aus. Diese werden im kommenden Schuljahr ihren Dienst als Streitschlichter sowohl im Vormittags- wie auch im Nachmittagsbereich aufnehmen und Kindern in Streitfällen helfen Lösungen zu finden.

Elternarbeit

In unseren Schulkooperationsprojekten bieten wir, auf Basis eines Vertrauensverhältnisses, Elternarbeit und individuelle Hilfen an. Das Kind soll erleben, dass Familie und Schule an seinem Wohl interessiert sind und sich ergänzen. Unsere Haltung den Eltern gegenüber ist von Respekt, Offenheit und Verständnis geprägt. Pro Schuljahr bieten wir mindestens einen Elternabend an. Anmelde-, Informations- und Beratungsgespräche finden nach Terminabsprache mit der Leiterin der FGTS statt. Um einen Dialog zwischen Eltern und Betreuungspersonal zu fördern führen wir auch z.B. Bastel-, Spiel-, Koch- und Backnachmittage durch.

 

Kontakt FGTS
Kontakt Schule
Anja Berg
Einrichtungsleitung FGTS Rastpfuhl
Im Knappenroth 2
66113 Saarbrücken
Mobil: 015112100437 (MontagFreitag von 12-17 Uhr)
Email:spnfgtsrastpfuhl@lvsaarland.awo.org
  Eva Müllenbach
Rektorin FGTS Rastpfuhl
Im Knappenroth 2
66113 Saarbrücken
Tel: 0681-71704 (Montag-Freitag von 7:30 – 14:00 Uhr) Email:gsrastpfuhl@saarbruecken.de